Gemeinschaftsschulen

Kurfürst-Moritz-Schule Boxdorf Gemeinschaftsschule in Moritzburg
- Zschopau: August-Bebel-Mittelschule Zschopau
Konsultationsschule mit den Schwerpunkten "Mittelschule mit besonderem pädagogischen Profil - besonderes pädagogisches Angebot zur vielfältigen und differenzierten individuellen Förderung aller Schüler", "Erarbeitung des pädagogischen Konzeptes einer Schule unter besonderer Beachtung von Binnendifferenzierung sowie selbstorganisiertem und kooperativem Lernen" und "Binnendifferenzierung (k)ein Problem" - Geithain: Paul-Guenther-Mittelschule Geithain
- Leipzig: Nachbarschaftsschule Grund- und Mittelschule Leipzig
Konsultationsschule mit den Schwerpunkten "Wochenplanarbeit in altersgemischten Klassen 1 - 3", "Projektarbeit in den Klassenstufen 1 - 8" und "Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Konzepts - Chancen und Risiken" - Dresden: Mittelschule Dresden-Pieschen
Konsultationsschule mit den Schwerpunkten "Vorstellen der Methode des kooperativen Lernens" (ab dem Schuljahr 2010/2011) und "Vorstellen des naturwissenschaftlichen Konzepts der Schule" (ab dem Schuljahr 2012/2013) - Oederan: Mittelschule Oederan
Konsultationsschule mit dem Schwerpunkt "Rhythmisierung und schülerorientierte Methoden" - Chemnitz: Chemnitzer Schulmodell - Grund- und Mittelschule
- Moritzburg: Kurfürst-Moritz-Schule - Mittelschule Boxdorf
- Cunewalde: Wilhelm-von-Polenz-Mittelschule Cunewalde
- Zittau: Park-Mittelschule Zittau
Mit dem Schulversuch werden Formen des längeren gemeinsamen Lernens und schulformübergreifende Kooperationen erprobt. Der Versuch begann im Jahr 2006 und wird – so ist es im Koalitionsvertrag vom September 2009 festgelegt – in den kommenden Jahren evaluiert und abgeschlossen. Von Beginn an stand fest, dass es sich bei dem "Schulversuch" um ein zeitlich befristetes Projekt handelt. Alle neun Schulen haben dafür temporär befristete Genehmigungen. Die wissenschaftliche Begleitung der Schulversuche "Schulen mit besonderem pädagogischen Profil Gemeinschaftsschulen" erfolgt seit Beginn durch die Technische Universität Dresden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport.
Im Schuljahr 2010/11 wurden an allen neun Schulen nochmals Schüler in die Gemeinschaftsschule aufgenommen. Alle Mädchen und Jungen, einschließlich derer, die im September 2010 eingeschult wurden, können ihre Ausbildung zu den Konditionen abschließen, wie sie diese begonnen haben. Dazu werden die Genehmigungsbescheide für die Schulversuche - falls notwendig – verlängert. Grundsätzlich können diese Schulen auch nach dem Schuljahr 2010/11 unter den regulären Bedingungen Schüler in die Eingangsklassen aufnehmen sowie ihre pädagogischen Konzepte sofern sie sich als erfolgreich herausgestellt haben – in die Weiterentwicklung des sächsischen Schulwesens einbringen.
Bewährte Elemente der pädagogischen Konzepte der Schulversuche sollen ins Regelschulsystem übertragen werden. Insbesondere bei der Weiterentwicklung der Mittelschule zur Oberschule. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche individuelle Förderung oder die Arbeit mit unterschiedlichen Leistungsniveaus.
Aus der Historie gewachsen gibt es bei den Schulversuchen zwei Sonderfälle: Die Leipziger Nachbarschaftsschule und das Chemnitzer Schulmodell, die bereits seit Anfang der neunziger Jahre bestehen, nehmen Kinder bereits in der Grundschule auf. Das heißt, hier gehen die Schüler nicht nur sechs sondern zehn Jahre zur Schule. Für diese beiden Schulen gelten andere Regelungen zur Laufzeit und zur Aufnahme von Schülern. Beide Schulen können auf der Grundlage ihres Modells Schüler über 2010/2011 hinaus aufnehmen.

