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Schule und Ausbildung

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Gemeinschaftsschulen

Bild: Kurfürst-Moritz-Schule Boxdorf Gemeinschaftsschule in Moritzburg

Kurfürst-Moritz-Schule Boxdorf Gemeinschaftsschule in Moritzburg

In Sachsen beteiligen sich neun Mittelschulen am Schulversuch "Gemeinschaftsschule". Die Schulen befinden sich in

Mit dem Schulversuch werden Formen des längeren gemeinsamen Lernens und schulformübergreifende Kooperationen erprobt. Der Versuch begann im Jahr 2006 und wird – so ist es im Koalitionsvertrag vom September 2009 festgelegt – in den kommenden Jahren evaluiert und abgeschlossen. Von Beginn an stand fest, dass es sich bei dem "Schulversuch" um ein zeitlich befristetes Projekt handelt. Alle neun Schulen haben dafür temporär befristete Genehmigungen. Die wissenschaftliche Begleitung der Schulversuche "Schulen mit besonderem pädagogischen Profil Gemeinschaftsschulen" erfolgt seit Beginn durch die Technische Universität Dresden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport.

Im kommenden Schuljahr (2010/11) können an allen neun Schulen nochmals Schüler in die Gemeinschaftsschule aufgenommen werden. Alle Mädchen und Jungen, einschließlich derer, die im nächsten September eingeschult werden, können ihre Ausbildung zu den Konditionen abschließen, wie sie diese begonnen haben. Dazu werden die Genehmigungsbescheide für die Schulversuche - falls notwendig – verlängert. Grundsätzlich können diese Schulen auch nach dem Schuljahr 2010/11 unter den regulären Bedingungen Schüler in die Eingangsklassen aufnehmen sowie ihre pädagogischen Konzepte sofern sie sich als erfolgreich herausgestellt haben – in die Weiterentwicklung des sächsischen Schulwesens einbringen.

Bewährte Elemente der pädagogischen Konzepte der Schulversuche sollen ins Regelschulsystem übertragen werden. Insbesondere bei der Weiterentwicklung der Mittelschule zur Oberschule. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche individuelle Förderung oder die Arbeit mit unterschiedlichen Leistungsniveaus.

Aus der Historie gewachsen gibt es bei den Schulversuchen zwei Sonderfälle: Die Leipziger Nachbarschaftsschule und das Chemnitzer Schulmodell, die bereits seit Anfang der neunziger Jahre bestehen, nehmen Kinder bereits in der Grundschule auf. Das heißt, hier gehen die Schüler nicht nur sechs sondern zehn Jahre zur Schule. Für diese beiden Schulen gelten andere Regelungen zur Laufzeit und zur Aufnahme von Schülern. Beide Schulen können auf der Grundlage ihres Modells Schüler über 2010/2011 hinaus aufnehmen.

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Leitlinien und Rahmen für Gemeinschaftsschulen

1. Zwischenarbeitsstand, TU Dresden, 2008

2. Zwischenarbeitsstand, TU Dresden, 2009

Der Untersuchungsansatz wurde beibehalten. Nach Meinung der Verfasser können valide Aussagen zum Bildungserfolg bzw. zum weiteren Bildungsweg erst getroffen werden, wenn beide Kohorten die Klassenstufe 10 abgeschlosen haben.

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus