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Schule und Ausbildung

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Bildungsstandards

Welche Bildungsstandards gibt es?

Bildungsstandards für die Primarstufe (Jahrgangsstufe 4)

Bildungsstandards für den mittleren Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10)

Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss (Jahrgangsstufe 9)

KMK- Regelungen zur Übernahme der Bildungsstandards in die Länder

Was kennzeichnet die nationalen Bildungsstandards?

Als direkte Reaktion auf die deutschen PISA-Ergebnisse hat die Kultusministerkonferenz (KMK) 2002 die Einführung bundesweit geltender Bildungsstandards beschlossen.

Die nationalen Bildungsstandards benennen Anforderungen an das Lehren und Lernen. Damit dienen sie der Schul- und Unterrichtsentwicklung und liefern notwendige Maßstäbe für den Vergleich innerhalb einer Schule und mit anderen Schulen.

Die Standards verpflichten die Schulen zur Rechenschaftslegung über ihre Ergebnisse und ermöglichen ihnen zugleich mehr Eigenverantwortung.Gleichzeitig sollen sie auch Maßstäbe für die individuelle Förderung von Schülern liefern, um die Leistungsfähigkeit der Einzelnen zu verbessern. Als bundesweit gültige Bildungsstandards sollen sie die Durchlässigkeit des Bildungssystems sichern.

Die Bildungsstandards

Wie werden die Bildungsstandards überprüft?

Die Einhaltung der Standards soll sowohl landesweit als auch länderübergreifend überprüft werden.Das von den Ländern gemeinsam gegründete Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hat die Aufgabe, die Standards zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Außerdem werden Aufgabenpools entwickelt, die für Klassenarbeiten, Vergleichsarbeiten und andere Lernstandserhebungen genutzt werden können.Dies ist ein längerfristiger Prozess, der unter Mitwirkung von Praktikern und Erprobungen an Schulen unter wissenschaftlicher Begleitung verläuft.

Wie reagiert der Freistaat Sachsen auf die Einführung der Bildungsstandards?

Der Freistaat Sachsen hat die Bildungsstandards und ihre Überprüfung im Schulgesetz § 35 Abs.1 und 2 § 59a Abs.1 und 2 verankert. Die Umsetzung der Standards in Sachsen betrifft besonders die Felder Lehrplanarbeit, Schulentwicklung und Lehreraus- und - fortbildung. Unter dem Aspekt der Vergleichbarkeit und Gleichwertigkeit schulischer Abschlüsse bilden die Standards deutschlandweit abschlussbezogene, grundlegende Kompetenzen ab. Die neuen sächsischen Lehrpläne umfassen darüber hinaus Lernziele und Inhalte. Sie strukturieren den Lernprozess in der Einheit von Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung.

Sächsische Lehrerinnen und Lehrer sind in bundesweit tätigen Arbeitsgruppen bei der Erstellung von Aufgaben für den Unterricht und für Tests aktiv. Das dort erworbene Wissen fließt in die Erarbeitung der sächsischen Orientierungsarbeiten ein. Diese werden sich künftig noch stärker an den nationalen Bildungsstandards ausrichten. Außerdem beteiligen sich sächsische Schulen an geplanten Vergleichsarbeiten in Mathematik, Deutsch und Englisch in verschiedenen Klassenstufen. Gleichzeitig fließen die Erkenntnisse in Veranstaltungen der zentralen, regionalen und schulinternen Fortbildung ein, um Unterrichtsentwicklung anzuregen.

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Weiterführende Informationen

Bildungsstandards auf den Seiten der Kultusministerkonferenz (KMK):

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt und überprüft Bildungsstandards:

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus