Das sächsische Bildungssystem im Test
Bildungsmonitor 2011 - Platz 1
Sachsen belegt beim Bildungsmonitor 2011 mit Abstand zum sechsten Mal in Folge die Spitzenposition.
Kultusminister Roland Wöller freute sich sehr über diese Nachricht. »Die Studie zeigt, in Sachsen steht Qualität und Inhalt im Mittelpunkt von Bildungspolitik. Verlässlichkeit und Stabilität ist unser Erfolgsrezept«, so der Minister. Wenn die Studie den sächsischen Schulen eine Spitzenposition einräumt, sei das aber vor allem ein Verdienst der Lehrer. »Mein Respekt und herzlicher Dank für dieses hervorragende Ergebnis gilt den Lehrern«, betonte Wöller. Der sächsische Weg sei offenbar der richtige, um gute Voraussetzungen für mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen und so die Chancen auf eine erfolgreiche Berufskarriere der Schüler zu erhöhen.
Eine besondere Dynamik gab es laut Bildungsmonitor in Sachsen bei den Qualifikationen des Personals. Hier hat Sachsen in den letzten Jahren die stärksten Verbesserungen aller Bundesländer erreicht. Im Jahr 2010 hatten beispielsweise 6,1 Prozent des Personals in Kitas einen Hochschulabschluss, 2002 lag der Anteil noch bei 1,4 Prozent.
Ausruhen will man sich in Sachsen auf dieser Spitzenposition allerdings nicht. »Ein erster Platz ist für uns eine Verpflichtung. Politik, Schule und Eltern müssen auch weiterhin gemeinsam daran arbeiten, den Bildungsstandort Sachsen zukunftsfähig zu gestalten«, betonte der Minister. Die Studie zeigt, dass in Sachsen jeder Schüler zählt. Das heißt, auch Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. »In Sachsen ist die soziale Herkunft weniger entscheidend für den Bildungsweg«, sagte Wöller. Verbesserungspotential besteht noch hinsichtlich der Schulabbrecherquote. »Das Ziel ist, die Zahl der Schüler ohne Abschluss weiter zu senken. Deshalb haben wir in den letzten Jahren bereits eine Reihe von erfolgreichen Projekten, wie Camp+ Fit für die nächste Klasse oder Produktives Lernen, ins Leben gerufen. Dieses Jahr haben 84 Prozent der Camp+-Teilnehmer das Klassenziel erreicht und wurden versetzt. 125 Schüler, denen das Lernen wieder Freude macht. Wir sind auf einem guten Weg, der noch ausbaufähig ist,« betonte Wöller.
Gemeinsam mit Thüringen weist Sachsen außerdem die besten Betreuungsquoten in ganz Deutschland auf. Darüber hinaus ist auch das Angebot für die Ganztagsbetreuung gut ausgebaut. 70,3 Prozent der Grundschüler erhielten im Jahr 2009 durch Ganztagsangebote oder Hort eine qualifizierte ganztägige Betreuung. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 21,5 Prozent.
Ein weiterer Aspekt, den die Untersuchung besonders hervorhebt, ist der Anteil der Ingenieure in Sachsen. Die sächsische Schule legt dafür das Fundament. Die Stärken im MINT-Bereich (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) konnten weiter ausgebaut werden. In Sachsen nehmen MINT-Stunden in allen Schularten rund ein Drittel der Stundentafel ein. Mathematik, Physik, Biologie und Chemie sind bis zum Abitur verpflichtend vorgeschrieben. Schon in der frühkindlichen Bildung werden die Kinder spielerisch mit Wissenschaft und Forschung vertraut gemacht, ein Beispiel dafür ist das erfolgreiche Projekt »Haus der kleinen Forscher«. Die Studie machte aber auch deutlich, dass durch den demografischen Wandel der Bereich »Berufsbildung« in Zukunft eine große Herausforderung für Sachsen darstellen wird. »In Zeiten rückläufiger Schülerzahlen steuern wir auf einen Fachkräfte- und Lehrlingsmangel zu. Das heißt, wir müssen heute schon an die Fachkräfte von morgen denken«, so Wöller. Das sei die Voraussetzung für Innovation, Wachstum und Wohlstand im Land. »Jugendliche, die die Schule verlassen, müssen fit für das Arbeitsleben sein. Schule und Wirtschaft müssen hier verstärkt Hand in Hand zusammenarbeiten«, erklärte der Minister. Derzeit gibt es über 350 Projekte zur Studien- und Berufsorientierung im Freistaat, die die Schüler optimal auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten sollen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft ist im Schulgesetz fest verankert.
Gut schneidet der Freistaat auch im Bereich Kita ab. Sachsen hat in den letzten Jahren im Vergleich zu den anderen Bundesländern den größten Sprung bei der Qualifikation des Kita-Personals erzielt.
Bildungsmonitor 2010 - Platz 1
Sachsen belegt beim Bildungsmonitor 2010 mit deutlichem Abstand zum fünften Mal in Folge die Spitzenposition. Die Studie zeigt, dass in Sachsen jeder Schüler zählt. Das heißt, auch Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. Auch bei Schülern mit Migrationshintergrund gebe es eine höhere Erfolgsquote als in vielen anderen Regionen. Verbesserungspotential besteht noch hinsichtlich der Schulabbrecherquote. Um die Zahl der Schüler ohne Abschluss zu senken, wurde in den letzten Jahren bereits eine Reihe von erfolgreichen Projekten, wie "Camp plus" oder "Produktives Lernen", ins Leben gerufen.
Gemeinsam mit Thüringen weist Sachsen außerdem die besten Betreuungsquoten in ganz Deutschland auf. Darüber hinaus ist auch das Angebot für die schulische Ganztagsbetreuung gut ausgebaut. Rund 71 Prozent der Grundschüler erhalten durch Ganztagsangebote oder Hort eine qualifizierte ganztägige Betreuung. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 19 Prozent.
Bildungsmonitor 2009 - Platz 1
Die Studie zeigt, dass in keinem anderen Bundesland die Bildungsgerechtigkeit so hoch ist wie in Sachsen. Das heißt, auch Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. Auch bei Schülern mit Migrationshintergrund gebe es eine höhere Erfolgsquote als in vielen anderen Regionen. So gibt es für diese Schülergruppe eine besondere Beratung zur Schullaufbahn. Sie erhalten außerdem Unterricht in »Deutsch als Zweitsprache« sowie Stunden in ihrer Muttersprache. Die Hälfte aller Schüler mit ausländischer Herkunft schaffen das Abitur.
Ein weiterer Aspekt, den die Studie besonders hervorhob ist die naturwissenschaftliche Kompetenz der sächsischen Schüler. Die Stärke im MINT-Bereich (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) konnten weiter ausgebaut werden. In Sachsen nehmen diese Stunden in allen Schularten rund ein Drittel der Stundentafel ein. Mathematik, Physik und Chemie sind bis zum Abitur verpflichtend.
Bildungsmonitor 2008 - Platz 1
Zum dritten Mal in Folge belegt der Freistaat Platz Eins beim Bildungsmonitor.
In der Begründung heißt es: Der Freistaat hat erneut in nahezu allen untersuchten Handlungsfeldern sehr gute oder gute Ergebnisse erreicht. Besonders herausragend ist die Ausbildungsquote in den naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem weist Sachsen sehr gute Betreuungsbedingungen (Sekundarbereich II: Elf Schüler auf einen Lehrer, Bundesdurchschnitt hier: 13,5:1) und die besten Fördermaßnahmen zum Ausgleich von Lernschwächen aus. Ferner zeichne sich der Freistaat durch eine weit überdurchschnittliche Schulqualität und im deutschlandweiten Vergleich spielt in Sachsen die soziale Herkunft der Schüler für gute Lernleistungen nur eine geringe Rolle.
Im nationalen Vergleich überzeugt Sachsen zudem durch eine gute Ganztagsinfrastruktur und bietet damit gute Förderbedingungen. So besuchten im Jahr 2006 zwei Drittel der Grundschüler eine öffentliche Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 12,8 Prozent).
Bildungsmonitor 2007 - Platz 1
Die bundesweite Bildungsstudie bescheinigt sächsischen Schulen erneut überdurchschnittliche Qualität. Wie es darin heißt, weist Sachsen - begünstigt durch zurückgehende Schülerzahlen - die besten Betreuungsbedingungen und die besten Fördermaßnahmen zum Ausgleich von Lernschwächen aus. Ferner zeichne sich der Freistaat durch eine weit überdurchschnittliche Schulqualität und durch die Vermeidung von Bildungsarmut (Schulabbrecher, Schüler mit fehlender Ausbildungsreife) aus.
Sachsen bildet, so die Autoren weiter, in Relation zum Bedarf der heimischen Wirtschaft in weit überdurchschnittlichem Umfang Nachwuchskräfte in den mathematisch/naturwissenschaftlichen und technischen Fächern aus. Neben Thüringen wird Sachsen als die Talentschmiede für Ingenieure und Nachwuchsforscher in Deutschland bezeichnet.
Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2007
Wegen sinkender Schülerzahlen an öffentlichen Schulen werden in Sachsen auch die Klassen kleiner. Nach dem aktuellen Ländervergleich des Statistischen Bundesamtes betrug im Jahr 2005 die durchschnittliche Klassengröße an öffentlichen Grundschulen (Primarbereich) 18,7 Schüler. Nach Mecklenburg-Vorpommern (18,6 Schüler) war das die kleinste durchschnittliche Klassengröße in Deutschland. Die größten Klassen im Primarbereich gab es in Hamburg mit 23,7 Schüler. Der deutschlandweite Durchschnitt betrug 22 Schüler.
Auch im Sekundarbereich 1 (Klassenstufen 5 bis 10) war die Klassengröße kleiner als im Bundesdurchschnitt. Sie betrug in Sachsen durchschnittlich 22,7 und in Deutschland 24,7 Schüler.
Ergebnisse der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
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Internationaler UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industrieländern - Platz 1*
Die erste internationale Vergleichsstudie zur Situation der Kinder in Industriestaaten vergleicht die zentralen Aspekte kindlicher Entwicklung in 21 Industrieländern. UNICEF hat die Lage der Kinder anhand von sechs Dimensionen umfassend verglichen: materielle Situation, Gesundheit, Bildung, Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, Lebensweise und Risiken sowie eigene Einschätzung der Kinder und Jugendlichen. Deutschland erreicht in allen Dimensionen nur durchschnittliche Werte. Für den Bericht wurden Daten aus internationalen Studien und Untersuchungen auf Länderebene ausgewertet. Deutschlandweit bekommen Kinder in Sachsen die beste Bildung.
Ergebnisse des UNICEF-Berichts
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PISA 2006 - innerdeutscher Ländervergleich
Sachsens Schüler haben beim PISA-Test im innerdeutschen Vergleich hervorragend abgeschnitten. Sie belegten sowohl beim Schwerpunkt Naturwissenschaft als auch in den Teilbereichen Mathematik und Lesekompetenz den ersten Platz vor Bayern und Thüringen.
Sachsen hat sich seit dem ersten PISA-Test vor acht Jahren stetig verbessert und nimmt nicht nur innerhalb Deutschlands eine Spitzenposition ein, sondern ist auch international sehr gut platziert. In allen drei Testbereichen liegen die Sachsen deutlich über dem OECD-Durchschnitt. So erreichten die sächsischen Schüler bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz 541 und damit 40 Punkte mehr als der OECD-Durchschnitt. Sie sind damit Zweiter hinter Finnland und vor Kanada. Bei den mathematischen Kompetenzen kam Sachsen mit 523 Punkten gemeinsam mit Japan auf Rang 6 und für die Lesekompetenz gab es auf der internationalen Skala Platz 7. Zur Spitzengruppe beim Lesen gehören Korea, Finnland und Kanada.
Bildungsmonitor 2006 - Platz 1
Die Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft, Bildungsmonitor 2006, geht der Frage nach, welcher bildungspolitische Handlungsbedarf besteht, um die Bedingungen für das Wirtschaftswachstum zu verbessern.
Anhand von 116 Messgrößen bewertet dieser Bildungs-TÜV die deutschen Bundesländer . Dazu zählen beispielsweise Studiendauer, Bildungsausgaben und Abbrecherquoten. Sachsen belegte Platz 1 im Bestands- und Dynamikranking.
*im deutschen Vergleich
PISA 2003 - Platz 2*
Im Ergebnis des PISA-Tests 2003 hat Sachsen im innerdeutschen Vergleich eine Spitzenposition: Platz 2 in Mathe, Naturwissenschaften, Problemlösen, Platz 3 Lesen.
Aber auch der Leistungsabstand von Sachsen gegenüber der internationalen Spitze ist deutlich geringer als zu den schlechtesten deutschen Bundesländern. Die Kompetenzen der Mittelschüler entsprechen dem OECD-Durchschnitt, die Leistungen der Gymnasiasten liegen noch ca. 100 Punkten darüber.
Der Anteil sehr leistungsschwacher Schüler und das Ausmaß ihrer Defizite ist in Sachsen nicht nur im Deutschlandvergleich relativ gering, sondern ist auch deutlich geringer als im OECD-Schnitt.
Gegenüber der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000, bei der Sachsen ebenfalls bereits zur Spitzengruppe gehörte, erzielte Sachsen 2003 in allen Kompetenz-bereichen deutliche und statistisch signifikante Verbesserungen:
- Mathematik: Für Sachsen und Thüringen sind die bundesweit größten Zuwächse zu verzeichnen. Bei den mathematischen Kompetenzen erreichten hiesige Gymnasialschüler den zweiten Platz.
- Lesen: Die Kompetenz konnte bedeutsam verbessert werden.
- Naturwissenschaften: Platz 2 im deutschen Vergleich aller Schüler und Platz 1 für die Gymnasien.
Chancengerechtigkeit: Sachsens Bildungssystem gilt als gerecht. Das belegt die PISA-Studie auch. Der schulische Erfolg ist ähnlich gering von der sozialen Herkunft abhängig wie in Kanada, Japan oder wie beim Pisa-Sieger Finnland. Zugleich zeigt sich eine sehr hohe Bildungsbeteiligung bei hohem Kompetenzniveau.



