Angebote zur Auseinandersetzung mit Extremismus
Fortbildungsangebote
Sowohl das Sächsische Bildungsinstitut (SBI) als auch die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) bieten Lehrkräften aller Schularten umfangreiche Fortbildungen zum Thema »Extremismus« an.
Beispiele zentraler Fortbildungsangebote des Sächsischen Bildungsinstituts:
- Umgang mit Rechtextremismus unter Jugendlichen
- Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus – Entwicklung demokratischen Handelns im Schulalltag
- Rechtsradikale Geschichtsverfälschung und deren Entlarvung
- Gedenkstättenpädagogik in Sachsen
- Demokratiepädagogik – eine aktuelle Aufgabe für die Schule
- Demokratie lernen & leben
Welche Unterstützung erhalten Lehrerinnen und Lehrer weiterhin, um demokratische Grundwerte in der Schule zu vermitteln und erlebbar zu gestalten?
Zur Vermittlung demokratischer Grundrechte gehört es, diese nicht nur darzustellen und zu beschreiben, sondern sie auch von negativen und ihnen entgegenstehenden Werten - wie sie in extremistischen Bestrebungen vorherrschen - abzugrenzen. Hierauf konzentriert sich die Präventionsarbeit von Polizei und Verfassungsschutz. Zielgruppe sind zum einen die jungen Menschen, bei denen noch kein gefestigtes Demokratiebewusstsein vorhanden ist und die deshalb besonders anfällig für rechtsextremistische Propaganda sind. Zum andern richtet sich die Aufklärungsarbeit aber auch und insbesondere an Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter, also an all diejenigen, die Verantwortung für die Erziehung junger Menschen tragen.
Das staatliche Angebot ist breit gefächert und umfasst - teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, wie der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung - vielfältige Maßnahmen. Hierzu zählen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, die Herausgabe von Broschüren, insbesondere jährliche Verfassungsschutzberichte, Ausstellungen und Internetpräsentationen, mit denen über die Gefahren des Rechtsextremismus aufgeklärt werden soll.
Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport beteiligt sich an dem länderübergreifenden Förderprogramm »Demokratisch Handeln«. Dieses Förderprogramm ist darauf angelegt, praktische Formen politischer Bildung in Schulen zu stimulieren und Demokratie als Lebensform zu verankern. In den Projekten werden häufig Fragen der Fremdenfeindlichkeit und der Umgang mit Minderheiten thematisiert.
Darüber hinaus beteiligt sich Sachsen auch mit 12 Schulen an dem BLK – Modellprojekt »Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten« (SUD), das in das modulare BLK-Schulentwicklungsprogramm »Demokratie lernen und leben« eingebunden ist. Das BLK-Programm verfolgt zwei Hauptziele: die demokratische Handlungskompetenz von Schülern zu fördern und eine demokratische Schulkultur zu entwickeln. Das Programm ist eine mögliche Antwort auf Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie auf die seit Jahren zunehmende Politikverdrossenheit und Politikdistanz.
Um etwaige Defizite der Lehrerschaft, von Schülern und Eltern im Umgang mit extremistischen Erscheinungsformen, Strukturen und Vorgehensweisen zu beheben, wurden mobile Referententeams aus Polizeibeamten, Verfassungsschützern und Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung unter Leitung des Staatsministeriums des Innern gebildet, die auf Anfrage von Schulen Informations- und Aufklärungsveranstaltungen vor Ort durchführen.



