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Mittelschule des Monats

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Seminarschule Auerbach

Zielorientiert – praxisnah – kontinuierlich. Das sind die Prinzipien, die sich die Seminarschule Auerbach in Sachen Berufsorientierung auf die Fahne geschrieben hat. Seit Jahren engagieren sich die Lehrer tatkräftig, um ihre Schützlinge bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten. »Als Anerkennung unserer Arbeit haben wir 2007 als eine der ersten Mittelschulen in Sachsen das Qualitätssiegel des Kultus- und Sportministeriums erhalten«, freut sich Dirk Langer, der verantwortliche Lehrer für Berufsorientierung.

Fit für die Ausbildung

Los geht es in Klasse 7, wenn die Schüler an einem speziellen Projekttag ihren Berufswahlpass anlegen. Richtig praktisch wird es dann in den Klassenstufen 8 und 9 mit dem Projekt »Fit für die Ausbildung – Arbeiten im Vogtland«. Den Auftakt dazu bildet ein Eignungstest, den jeder Schüler mit Unterstützung eines Berufsberaters der Agentur für Arbeit ausfüllt. Mehr als hundert Fragen und Antworten später zeigt sich, welche Berufe am besten ihm passen. Jeder Teilnehmer bekommt eine persönliche Auswertung mit seinen vier »Favoriten«. Diese Berufsfelder lernen die Schüler dann im Laufe der 8. und 9. Klasse praktisch kennen. Dazu sind sie pro Schuljahr zwei mal drei Tage in Berufsschulen und Betrieben unterwegs – zum Beispiel als Köche, Friseure, Maler oder Kfz-Mechatroniker, in verschiedenen Holz-, Elektro- oder Metallberufen. »Es ist für alle etwas dabei, jeder kann sich selbst austesten. Das kommt bei unseren Schülern sehr gut an«, sagt Dirk Langer. Dieses praktische Erleben trage dazu bei, dass die Jugendlichen einen Beruf fänden, der ihnen auch wirklich gefalle. Ziel sei es nicht zuletzt, die Zahl der Ausbildungs-Abbrecher zu senken.

Training für den Ernstfall

Ein spannendes Projekt für die Schüler der 10. Klasse ist für den Beginn des neuen Schuljahres geplant. Dabei können die Jugendlichen ihre anstehende Bewerbung unter realen Bedingungen schon einmal »durchspielen« – vom Stellenangebot bis hin zum Vorstellungsgespräch. Verschiedene Unternehmen aus der Region werden dazu (fiktive) Lehrstellen anbieten. Die Schüler sollen Kontakt zu den Firmen aufnehmen und sich dann schriftlich um einen der angebotenen Ausbildungsplätze bewerben. Schließlich wird es »echte« Vorstellungsgespräche mit Vertretern der Unternehmen geben. »Das ist ein richtig gutes Training, bei dem man auch mal Fehler machen darf«, sagt Langer. Mit diesen Erfahrungen seien die Schüler dann gewappnet, um direkt im Anschluss den Ernstfall anzugehen. »Vielleicht erregt ja der ein oder andere auch schon in unserem Probelauf die Aufmerksamkeit eines Firmenchefs«, zeigt Langer einen wünschenswerten Nebeneffekt des Projekts auf. In jedem Fall sei es wichtig, dass die Jugendlichen aus dem Mund der Unternehmer hörten, was von ihnen erwartet werde. »Das fruchtet. Dagegen können wir Lehrer uns den Mund fusselig reden.« Dass sich die Arbeit der Seminarschule Auerbach auszahlt, zeigt die Absolventenstatistik. Fast alle Schulabgänger finden nach ihrem Realschulabschluss eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiterführenden Schule, viele bleiben in der Region. Das war vor einigen Jahren noch anders. »Die Entwicklung ist wirklich erfreulich«, sagt Dirk Langer, »gerade vor dem Hintergrund, dass der Freistaat Bayern praktisch um die Ecke liegt«.

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Bild: Praxiselite

Chancen in der Heimat

Bild: Vereinigung der sächsischen Wirtschaft

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport