Innovationspreis 2004
Verleihung des Innovationspreises Weiterbildung des Freistaates Sachsen 2004
Am 10. November 2004 wurde zum dritten Mal der Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates Sachsen vergeben. 24 Bewerbungen lagen vor. Die Jury von Mitgliedern sächsischer Bildungseinrichtungen und von Mitgliedern des Landesbeirates für Erwachsenenbildung wählte fünf gleichgewichtige Preisträger aus.
Die Preisverleihung für »Innovationspreis Weiterbildung 2004«. Insgesamt wurden 40.000 Euro für fünf prämierte Projekte vergeben:
Projekt »Mitbestimmen aber wie?«

Martinshof Rothenburg Diakoniewerk
Das Projekt richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung, die in Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe leben. In diesen Einrichtungen sollen gewählte Heimbeiräte stärker durch ihre Mitwirkung den Heimalltag mitgestalten können. Deshalb veranstaltete der Martinshof eigens entwickelte Seminare, die auf Fähigkeiten und Fertigkeiten geistig behinderter Menschen abgestimmt waren. In diesem Jahr nahmen auch Heimbewohner aus Polen und Tschechien an den Seminaren teil.
Projekt »Heurekia! Forum für Kreativität und Technik «

Professur für Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung der TU Chemnitz
Ausgezeichnet wird ein bundesweit einmaliges Forum für Kreativität und Technik, das in Chemnitz stattfand. Grundidee war, Einblicke in Technik und Naturwissenschaft durch Experimente, Tests und Simulationen attraktiver zu gestalten. Kreativworkshops und künstlerische Abendveranstaltungen gehörten ebenfalls zum Gesamtkonzept. So wurden Engagement und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Aufgabenstellungen geweckt und unternehmerisches Denken gefördert. Mehr als 3.500 Interessierte besuchten das 14-tägige Forum: Kinder, Jugendliche, Schüler, Studenten, Eltern und Lehrende.
Projekt »Deutsch lernen bei gemeinnütziger Arbeit«

Volkshochschule Weißeritzkreis, Freital
Da die Deutschkenntnisse vieler Aussiedler nach einem halbjährlichen Sprachkurs für ein selbst bestimmtes Leben oder eine berufliche Qualifizierung oftmals ungenügend sind, integrierte die Volkhochschule in ihre Sprachkurse zusätzliche Unterrichtsstunden für praktische Arbeit - im speziellen Fall erledigten Einheimische und Aussiedler gemeinsam Sanierungsarbeiten nach dem Hochwasser. Der integrative Charakter dieser zusätzlichen Stunden gemeinnütziger Arbeit trug dazu bei, dass sich die Deutschkenntnisse der Aussiedler spürbar verbesserten.
Projekt »Courage leben«

Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.
Gemeinsam mit mehreren Vereinen startete der Landesfilmdienst Sachsen ein Schulungsprogramm zum Thema Rassismus. Dazu organisierte er thematische Filmwochen mit anschließenden Filmbesprechungen. Die für alle offenen Veranstaltungen lieferten Hintergrundwissen zum Erkennen und zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit. Sie sollten zum Nachdenken anregen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Projekt »Zusammenleben in Deutschland - Hilfen beim Zugang zu Gesellschaft und Beruf«

Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen, Dresden
Grundgedanke des Projektes war, Spätaussiedlern eine bessere Eingliederung in das Gemeinwesen zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit am Ort ansässigen Vereinen und Initiativen wurden thematische Exkursionen, Begegnungsabende, Workshops und Kurse organisiert, die den Spätaussiedlern politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gegebenheiten ihrer neuen Heimat nahe brachten.

